Ist Social Collaboration eine reine SaaS Lösung?

In einem interessanten Blogbeitrag auf Xing (http://www.xing.com/topics/de/6-gute-grunde-warum-social-collaboration-den-durchbruch-fur-saas-im-channel-bringen-wird-17171) habe ich auf dass Thema der SaaS Lösungen und dem in den Himmel loben der SaaS und Cloud Lösungen reagiert. Hier wird Social Business Collaboration als die SaaS treibende Technologie angepriesen, die SaaS einen riesen Schub geben wird.

Dieser Darstellung möchte ich in einigen Punkten wiedersprechen, da ich als alter Sicherheitsmensch dem gespallten gegenüber stehe. Ich denke, es wird SaaS / Cloud Lösungen geben, die einen gewissen, vereinzelten Nutzwert bringen wie z.B. SMS Dienste im Internet, Email-Postfächer für die Privatnutzung, Strato HiDrive Datensicherung im deutschen Rechenzentrum nach DIN ISO 2700x, Twitter Channel, Xing Profile, etc. die für sich gesehen in dem jeweiligen Einsatzfall Sinn machen und entweder entsprechend sicher (Strato HiDrive) sind oder öffentlichen Character haben (z.B. Xing).

Für die interne Firmenkommunikation und das Wissensmanagement, was ich als die wichtigsten Assets im globalen Wettbewerb der deutschen Unternehmen sehe, sollte man hier gestuft abwägen, wie die Lösungen aussehen:

interne Lösungen

Die internen Lösungen stellen für deutsche Unternehmen in vielen Fällen noch das Mittel der Wahl dar. Auch wenn man die Lösung nicht immer entsprechend professionell betreiben und warten kann und auch wenn es nicht immer die aktuellste Version ist, ist dies doch oft die Lösung, die zuerst und meist emotional / psychologisch ausgewählt wird.

Outsourcing – German SaaS / Cloud

In einzelnen Szenarien werden von Unternehmen Themen outgesorced und mit oder ohne Infrastruktur durch eine deutschen meißt lokalen  Dienstleister unterhalten. Hierbei bauen Firmen oft eine enge Beziehung zu einem oder mehreren Dienstleistern auf und vertrauen ihm mehr oder weniger betriebsrelevante und systemkritische Funktionen an. Beispiele der deutschen Erfolgsgeshcichte ist z.B. die Datev, der wir deutschen Unternehmer mit die kritischsten Daten, die Steuerdaten, anvertrauen.

global SaaS / Cloud

Hier wird es bereits Datenschutztechnisch und mit dem durch den Patriot Act betroffenen amerikanischen Unternehmen dünn. Wer seine  betriebsrelevanten und systemkritischen Funktionen durch einen internationalen Anbieter vielleicht noch einem US basierten oder durch ein US Unternehmen kontrollierten Anbieter durchführen lässt, muss sich der Gefahren bewusst sein. Meißt fängt es schon bei den Verträgen an, die deutsche Unternehmen oft nicht richtig interpretieren und werten können und endet letztendlich bei der Problematik der Sprache und der sauberen Kommunikation.

Wussten Sie eigentlich, das nach dem Patriot Act jedes US amerikanisch basierte Unternehmen gewzwungen ist, Ihre Kundendaten imErmittlungsfall heraus zu geben? Nachlesen kann man dies z.B. bei Wikipedia, Heise und anderen Quellen.

Fazit

Ich selbst würde mir daher überlegen, welche Daten ich mit welchem Zusammenhang wo speichere und zur Verfügung stelle. Auch die Frage, ob die Datenherausgabe nur im Falle der Ermittlung bei terroristischen Vermutungen erfolgt, würde ich nicht unterschreiben. Zu häufig wurden die Gesetze hier in der Geschichte zu eigenen, persönlichen Zwecken durch einzelnen oder ganze Gruppen missbraucht.

Letztendlich muss jeder selber beureteilen, welche Dienste und Daten er wo lagert. Ich kann nur dazu raten, hier gewissenhaft und mit Augenmaß vorzugehen und nicht einfach den billigsten oder sogar kostenfreien Anbieter meine Existenz in Form meiner Kommunikation und Daten anzuvertrauen.

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